Ausgabe 62

CORONA-Krise: Malerkasse soll Zahlungen der Malerbetriebe in Urlaubskasse aussetzen! Der AMLD reagiert mit einem Vorschlag an die Malerkasse. Der Brief wird hier veröffenlicht: 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die wirtschaftliche und finanzielle Situation in der Malerbranche - ausgelöst durch staatliche Entscheidungen zur Eindämmung des Corona Virus - zwingt den Staat zu einem noch nie dagewesenen Hilfsprogramm. Ziel dieser Maßnahme ist es, der gesamten Wirtschaft durch abgesicherte Finanzhilfen ein Überleben zu sichern, also auch unserer Branche.
Dabei ergibt sich allerdings, was die Malerkasse betrifft, unseres Erachtens ein Widerspruch. Der Staat unterstützt einerseits mit riesigen Geldmengen die Wirtschaft. Andererseits untergräbt die Malerkasse die Liquidität der zu ihnen gehörenden Firmen, indem sie in dieser kritischen Phase nach wie vor auf Beiträgen zur Urlaubskasse besteht und auf deren Erhebung besteht. Geld, das sie ohnehin lediglich zur Verwaltung kassiert und ihr nicht gehört. Anzumerken ist, dass bekanntermaßen dieses Problem in Zeiten wirtschaftlicher Irritationen wie den jetzigen im Saarland nicht relevant ist.

Deshalb fordert der AMLD die Malerkasse auf, im Sinne einer gerechten gemeinsamen Bewältigung der gegenwärtigen Schwierigkeiten ab sofort auf Einzahlungen in  die Urlaubskasse zu verzichten. Darüber hinaus sollten alle Gelder aus dem Teil-Urlaub an die Firmen zurückgezahlt werden, primär die Guthaben. Die Gewährung von Urlaub und dessen Bezahlung würde innerbetrieblich keine Beeinträchtigung bedeuten. Auch deshalb nicht, weil den meisten das System Urlaubskasse suspekt und seine damit verbundene Bürokratie bekannt ist.
Der Teil ZVK, mit 2 % vom Brutto, ist davon übrigens nicht berührt.

Die Politiker, mit denen wir über die vieldiskutierte Änderung des Problems Malerkasse seit langem sprechen, haben Kenntnis von diesem Brief. Zeitgleich informieren wir hierzu über die Medien des AMLD die gesamte Branche. Unsere Forderungen decken sich im Übrigen mit den Bekanntmachungen der staatlichen Finanzbehörden zu finanziellen Erleichterungen für die Firmen.

Wir erwarten eine uneingeschränkte Zustimmung bis zum 20. Märt 2020.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hilmar Steinert, Vorsitzender
Lutz Krause, stellv. Vorsitzender
Sylvia Jämlich, Schatzmeisterin

 

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