Ausgabe 61

ZDH legt 52 Ideen zum Abbau von Bürokratie vor, schreibt die DHZ Deutsche Handwerks Zeitung. 

Zusätzlich überrascht die DHZ mit einem Kommentar zum Thema der Überschrift. Ein großer Wurf tut not, schreibt die Redakteurin. Also, ganz neue, ungewohnte Töne der Journalisten des Holzmann Verlages. Endlich, möchte man ergänzen! Galt doch die DHZ bisher als eine Art unkritische, linientreue Parteizeitung.

Einige der 52 Vorschläge tun niemandem weh und hätte man einfach auch weglassen können. Wichtigere hingegen fehlen leider. Solche nämlich, die sich mit Kritik an Einrichtungen, wie den Berufsgenossenschaften, der SoKa Bau oder der Malerkasse beschäftigen. Gegen die Malerkasse läuft bekanntlich eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen vermuteter Untreue. Zu überprüfen ist auch der Sinn und Zweck von Zwangsmitgliedschaften – oder gar doppelten Zwangsmitgliedschaften in der Handwerkskammer und der IHK. Aber die Forderung an ZDH und HWK, mal selbstkritisch in den Spiegel zu schauen, geht denn dann wohl doch zu weit!

Wem nützen die aufgeblähten Handwerkskammern? Kernaufgaben sollten künftig nur die Berufsausbildung, die Meisterausbildung und die Nachwuchsbeschaffung sein. Jenem Teil der HWK-Beschäftigten, der in Glaspalästen ohne effektiv messbare Tätigkeit sitzt, möchte man empfehlen, sich als Profitcenter selbstständig zu machen und seine Dienste anzubieten. Damit würde man sich nicht mehr dem immer wieder erhobenen Vorwurf aussetzen müssen, von Zwangsgeldern zu leben.

Die AMLD Mitglieder treffen sich am 28. März 2020 in Potsdam zur Jahreshauptversammlung. Prominente Gäste haben sich angesagt, auch Politiker. Mit Sicherheit wird es dabei zu allumfassenden Diskussionen kommen.

 

AMLD Pressestelle

Download als PDF

Zurück