Ausgabe 58

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach wie vor werden im Maler- und Lackiererhandwerk Falschinformationen bezüglich der Urlaubskasse verbreitet, insbesondere folgende zwei:

  1. 1. Mit dem Wegfall der Urlaubskasse müssen alle Maler- und Lackierbetriebe bei der SOKA-Bau Mitglied werden. Diese ist erheblich teurer als die Urlaubskasse. Fakt ist, das die Maler- und Lackierer dem Baunebengewerbe angehören und nicht zur SOKA-Bau müssen, wenn mindestens 50 % der Tätigkeiten dem Malerhandwerk zuzurechnen sind. Ohne die Urlaubskasse erfolgt somit definitiv keine Zuordnung zum Bauhauptgewerbe. Diesen Punkt haben wir von einem Rechtsanwalt prüfen lassen, die Stellungnahme hierzu kann kostenfrei über den Arbeitgeberverband angefordert werden.
  2. 2. Mit dem Wegfall der Urlaubskasse verlieren wir den Rahmentarifvertrag als Ganzes und damit die günstigen Kündigungsfristen und die Schlechtwetterkündigung. Auch hierbei handelt es sich um eine Falschinformation. Die Urlaubskasse ist zwar im Tarifvertrag verankert, mit deren Wegfall bleibt der Tarifvertrag aber ansonsten erhalten. Das Saarland hat zum Beispiel diese Schlechtwetterkündigung im Tarifvertrag, aber keine Malerkasse seit 1972.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Vorteile der Urlaubskasse sehr überschaubar sind und die meisten Vorteile sich als Falschinformationen herausstellen. Demgegenüber verschlingt die Urlaubskasse jährlich Millionenbeträge für unnötige Bürokratie und entzieht den Betrieben Liquidität.

Der Freistaat Sachsen lässt gerade prüfen, ob der Bestand der Malerkasse rechtlich haltbar ist. Für die Maler ist es nutzlose und sehr teure Bürokratie. Andere bestreiten von der Bürokratie ihren Lebensunterhalt und betreiben -vielleicht deshalb - Falschinformation.

Der AMLD wird demnächst, zusammen mit der Presse, weiter berichten.

Mehr finden Sie unter www.amld.de, auch einen TV Beitrag.

 

Pressestelle des AMLD

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